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Heideböcke Amelinghausen

Unsere Gründung Veranstaltungen Ordenträger Heideböcke 2.0

Unsere Gründung

Die "Gründung" der Heideböcke fand im Jahre 1955 statt. Von einer Gründung im eigentlichen Sinne kann dabei jedoch nicht gesprochen werden. Eher aus einer Bierlaune heraus hatten damals einige junge Herren beschlossen, ein männliches Gegenstück zur Heidekönigin zu schaffen, die bereits seit 1949 in unserem kleinen Heidedorf gewählt wird. Ursprünglich war der Titel "Heidekönig" erdacht, aber Horst Stelter, als einer der Väter unseres Vereins, schlug den Namen "Heidebock" vor und konnte sich damit (Gott sei Dank) durchsetzen. Der kleine Kreis bestimmte damals seinen ersten Bock Heinz Wunder völlig unspektakulär und ohne großes Aufsehen - der Bockverein war geboren.

Im Laufe der folgenden Jahre wurde bereits eine kleine Wahl durchgeführt. Die feuchtfröhliche Veranstaltung fand von Anfang an im Gasthaus Niedersachsen im Ortskern von Amelinghausen statt. Natürlich blieb es nicht lange bei dieser alljährlichen Zusammenkunft. Inzwischen traf man sich auch schon mal zwischen den Wahlen und hielt kleine interne Versammlungen ab. Erste Kontakte wurden zum Heidebockverein in Oppenwehe geknüpft, viel später auch zu den Böcken aus Westerweye und aus Embsen. Die Vereine besuchten sich gegenseitig, man führte gemeinsame Veranstaltungen durch und die auswärtigen Heideböcke nahmen auch an dem einen oder anderen Festumzug im Rahmen des Heideblütenfestes teil. Im Jahre 1973 wurde zudem ein altes Feuerwehrauto gekauft und zu einer fahrenden Biertheke umgebaut.

Allmählich gingen die Böcke nun dazu über, die Wahl ihres Heidebockes nicht mehr intern durchzuführen, sondern auch die Bewohner des Ortes mit einzubeziehen. Die Grundbedingung für die Bewerbung um den Titel war und ist der Junggesellenstatus. Derjenige, der die meisten Stimmen der anwesenden Gäste auf sich vereinigen konnte, wurde neuer Heidebock. Im Anschluss an die Wahl hatte er sich einer Probe zu unterziehen, die vom Körmeister des Bockvereins durchgeführt wurde. Erst wenn der neue Heidebock drei rohe Eier getrunken und einen kräftigen Schluck Korn aus dem Trichter zu sich genommen hat, wurde er unter großem Beifall der Zuschauer zum Heidebock gekört.
Im Gasthaus Niedersachsen wird für jeden amtierenden Heidebock als sichtbares Zeichen der Erinnerung an das Bockjahr eine Plakette aufgehängt. Schon mancher Gast des Hauses hat diese mittlerweile recht stattliche Plakettensammlung mit großer Aufmerksamkeit betrachtet.

Als die Mitgliederzahl des Bockvereins auf über 40 Mitglieder angewachsen war, wurde eine Satzung erarbeitet, die die wichtigsten Statuten der Heideböcke festhielt. Zusätzlich erfolgte die Wahl eines Vorstandes, der den amtierenden Heidebock bei der Planung und Durchführung der verschiedenen Feste und Veranstaltungen unterstützen sollte. Neben dem Bockfest sind dies vor allem die traditionellen Feste wie Sittorßen, das Osterfeuer und Pfingstbaumpflanzen sowie das plattdeutsche Theater.

Viele Jahre sind seit dem ins Land gegangen und heute gehören dem Verein mehr als 80 Mitglieder an. Die Bockwahl ist längst nicht mehr nur eine interne Stammtischrunde in einer unserer Dorfkneipen, sondern eines der wichtigsten Events in unserer Samtgemeinde Amelinghausen. Das Amt eines Bierchefs wurde ebenso ins Leben gerufen, wie etwa die Berufung eines Bockmitgliedes zum Bestmann des Vereins. Seit einigen Jahren wird neben dem Bock der Böcke, der aus dem Kreis aller Ehemaligen hervorgeht, sogar der sogenannte Keenbock gekört – ein Bockmitglied, dass nie zum Heidebock gewählt wurde.

Ämter und wichtige Ehrenaufgaben dokumentieren, dass dem Verein, der seit einigen Jahren auch eingetragen ist, heute auch viele Aufgaben im kulturellen und gesellschaftlichen Bereich obliegen. Die Heideböcke bemühen sich, durch ihre Veranstaltungen, Feste und Partys, das Miteinander in der Samtgemeinde zu pflegen und zu erhalten. Heute sind die Heideböcke aus der Samtgemeinde Amelinghausen nicht mehr wegzudenken.